Vinaora Nivo SliderVinaora Nivo SliderVinaora Nivo Slider

26.09.2018. „Super-verständlich und interessant“, sei die Veranstaltung gewesen, sagten die Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Rimbach rückblickend.

Denn im Rahmen des Biologieunterrichts hatte dort eine Veranstaltung der AIDS-Hilfe Heidelberg stattgefunden. Referentin Elke Adler kommt schon viele Jahre an die DBS, um dort Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Grundlagen zum Thema waren durch die Lehrkräfte Gabriele Sander, Britta Hendler, Elisabeth Dewald, Britta Elsishans und Marissa Conrady in den Klassen bereits vermittelt worden, sodass Einiges an Vorwissen schon bei den Schülern parat war. Zur Einführung zeigte Elke Adler zunächst einen Film, der den Unterschied zwischen einer HIV-Infektion und AIDS erklärte. Die Schülerinnen und Schüler freuten sich über eine andere Art, den doch teilweise schwer verständlichen Themenbereich präsentiert zu bekommen und stellten rege Fragen.

Adler ist selbst HIV-positiv und gestattete den Schülerinnen und Schülern auch private Fragen. Sie erzählte freimütig, dass ihre Infektion wahrscheinlich aus einer verunreinigten Blutkonserve stamme, die sie nach ihrer letzten Schwangerschaft 1982 zugeführt bekommen habe. Damals aber wurden weder Spenden überprüft, noch war HIV ein Thema. Infolge dessen steckte Elke Adler auch ihren Mann an. Eine Geschichte, die die Jugendlichen berührte. Daher verklangen Adlers mahnende Worte zum Thema Verhütung nicht ungehört – sie hatte das Thema, von dem viele denken, „Was geht mich das an?“, lebensecht und erfahrbar gemacht.

Elke Adler berichtete auch von der medizinischen Entwicklung im Bereich HIV. Heutzutage, sagte sie, könne man mit Behandlung gut und gesund leben, auch das Ansteckungsrisiko sei bei den meisten Patienten mit Medikamenten auf eine geringe Virenbelastung zu senken. Da in naher Zukunft, so Adler, kein Impfstoff entwickelt werden könne, sei die medikamentöse Behandlung umso wichtiger. Noch immer, sagte Adler, sei das Thema ein Tabuthema, dabei sei gerade Aufklärung so wichtig. Circa 90000 Menschen in Deutschland leben mit HIV, die Dunkelziffer sei wahrscheinlich höher, weil sich viele aus Angst oder Scham nicht testen lassen würden. Die AIDS Beratung biete allen Hilfe an, auch gäbe es die Möglichkeit sich bei der AIDS Beratung des Gesundheitsamtes kostenlos testen zu lassen.

In lockerer Atmosphäre wurde bei den Vorträgen, die für Jahrgang acht und neun separat abgehalten wurden, auch mal (verschämt) gelacht und es konnten Fragen gestellt werden, welche die Schülerinnen und Schüler ihren Lehrerinnen nicht stellen wollten. Außerdem hatte Adler Tipps für die Haupt- und Realschüler parat, wie Kondome aufzubewahren waren und was das Ansteckungsrisiko betraf. Am Ende ihres Vortrages verteilte Elke Adler noch Aufklärungsheftchen für Mädchen und Jungen und hatte auch für alle ein Kondom dabei, mit der Bitte, es auch zu benutzen. is